Ein amtliches Trinkwasser Gutachten besteht aus mehreren Teilen. Einerseits wird eine Trinkwasserprobe vor Ort entnommen, die dann im Labor analysiert wird und andererseits wir auch die Versorgungsanlage inspiziert. Beide Teile haben für die Gutachtenerstellung dieselbe Wertigkeit. Was bedeutet, wenn Mängel an der Anlage vorhanden sind, kann es zu Einschränkungen in der Beurteilung kommen.

Um im Vorfeld eventuelle Mängel festzustellen bzw. reparieren zu können, sind hier die häufigsten Probleme vor Ort angeführt:

  • Dichtung bei Einstiegsdeckel zu Behältern fehlt bzw. ist schadhaft
  • Insektengitter bei Lüftungspilzen fehlt bzw. ist schadhaft
  • rostige Teile im oder über dem Wasser
  • Betondeckel nicht dicht aufliegend bzw. Fugen unzureichend verputzt
  • Fassungszone ungenügend eingezäunt (zB im Weidebereich)
  • Froschklappe bei Überlaufrohren fehlt oder funktioniert nicht
  • Rohrdurchgänge in die Behälter unzureichend abgedichtet
  • Bäume im Umkreis von 10 m zu den Quellfassungen oder Behältern

Grundsätzlich müssen Anlagen in der Trinkwasserversorgung so beschaffen sein, dass kein Oberflächenwasser eindringen kann.

Martin Wiener, Wassermeister